ATOPISCHE DERMATITIS

WAS IST ATOPISCHE DERMATITIS?

Die atopische Dermatitis ist eine häufige chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bei Kindern und Erwachsenen oft in Schüben verläuft. Einige Menschen leiden auch dauerhaft unter den belastenden Hautveränderungen. Das Wort „atopisch“ kommt aus dem Griechischen und heißt so viel wie „ortlos“ oder „fehl am Platz“. Gemeint ist damit eine übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Umweltreizen. Unter „Dermatitis“ verstehen Mediziner eine Entzündung der Haut.

Kennzeichen der atopischen Dermatitis sind gereizte, gerötete, oft stark juckende Bereiche der Haut, die prinzipiell überall am Körper und im Gesicht auftreten können. Besonders häufig treten die Ekzeme aber an bestimmten Körperstellen wie in den Beugen der Ellbogen, in den Kniekehlen, am Hals, an den Händen oder im Gesicht auf. Aufgrund des unvorhersehbaren Krankheitsverlaufes, der sichtbaren Hautschädigungen und des starken Juckreizes kann die atopische Dermatitis das Leben von Betroffenen und deren Familien stark beeinträchtigen.

4Lifechangers 17.05.2022:
Hauptsache Hautsache: Behandlung bei Neurodermitis

Faktencheck Atopische Dermatitis

ORF-Magazin Bewusst gesund

Atopische Dermatitis 5 Fragen 5 Antworten

Leben mit Atopischer Dermatitis

WIE GEHT ES BETROFFENEN DAMIT?

Mit atopischer Dermatitis geht oft ein großer emotionaler Leidensdruck einher. Denn eine Erkrankung der Haut ist auch immer ein ästhetisches Signal. Unser Aussehen bestimmt, wie wir von der Umwelt wahrgenommen werden. Auch der Volksmund weist auf die enge Verbindung zwischen Haut und Seele hin. Redewendungen wie „Das juckt mich“ oder „Das geht mir unter die Haut“ finden sich oft im täglichen Sprachgebrauch wieder. Und doch werden die Signale, die „Sprache“ unseres größten Organs oft nicht richtig verstanden, wodurch die Ursache der Erkrankung nicht entdeckt wird. Es ist auch ganz besonders wichtig, die Erwartungshaltung und die Wünsche der Betroffenen in den Behandlungsplan miteinzubeziehen. Denn nur gut informierte Patient:innen können mitbestimmen und den Verlauf der Erkrankung aktiv beeinflussen.

Mann untersucht kleinen Jungen der an atopischer Dermatitis leidet

Atopische Dermatitis: Eine Betroffene erzählt

Kinder und die Atopische Dermatitis

Frau cremt sich Schulter mit Hautcreme ein

Behandlung nach einem Stufenplan

ZIELGERICHTETE ANSÄTZE ZUR MODERNEN BEHANDLUNG

Für die ärztliche Behandlung von atopischer Dermatitis gilt ein Stufenplan: Die erste Stufe umfasst Bäder und Medikamente in Cremen- oder Salbenform, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Sie sind für milde Formen wirksam und gut verträglich. Wenn das alleine nicht ausreicht, ist die nächste Stufe eine Behandlung mit antientzündlichen Zusätzen. Dann folgen UV-Licht, Kortisoncremen und neuere Wirkstoffe. Schwere Ausprägungsformen der atopischen Dermatitis können mit Tabletten und Spritzen individuell behandelt werden. In diesem Bereich macht die Forschung gerade enorme Fortschritte. Neuerdings gibt es auch zielgerichtete Behandlungsoptionen, die dort ansetzen, wo die Krankheit ihren Ursprung hat. Dabei werden Antikörper eingesetzt, welche die entzündungsfördernden Botenstoffe hemmen, um so die Infektion der Haut zu verringern.

Innovative Therapiemöglichkeiten

JUCKEN, KRATZEN, SCHMIEREN

UND DANN BEGINNT ES WIEDER VON VORNE...

Juckreiz ist ein äußerst unangenehmes Symptom, viele Betroffene leiden stark darunter. Juckreiz kann bei diversen Hautkrankheiten mit im Spiel sein und das Leben unerträglich machen. Auch die atopische Dermatitis ist mit deutlichem Juckreiz verbunden.

IMMUNMODULATION – EINE NEUE MÖGLICHKEIT ZUR BEHANDLUNG DER ATOPISCHEN DERMATITIS

GANZHEITLICHER BEHANDLUNGSERFOLG

WAS KÖNNEN PATIENT:INNEN SELBST DAZU BEITRAGEN?

Wichtig für den langfristigen Therapieerfolg ist, neben einem maßgeschneiderten Therapieplan, auch die Psyche und das soziale Umfeld mit einzubeziehen. Ebenso bedeutsam ist eine konsequente Durchführung der ärztlich verordneten Behandlung. Ein Grundverständnis für die Entstehung der Hautkrankheit sowie für die Anwendung der persönlichen Therapie sind wichtige Schritte, um einen dauerhaften Behandlungserfolg zu erzielen. Hautärzte und Spezialambulanzen bieten hierfür besondere Sprechstunden sowie Schulungen für atopische Dermatitis an, die von speziell qualifizierten Pflegefachpersonen durchgeführt werden.

Beratungsgespräch zwischen Patientin und Hautärztin
Mikbroben

DAS WILDE TREIBEN DER MIKROBEN

Mikrobiomforschung im Zusammenhang mit der atopischen Dermatitis

Die Europäische Dermatologengesellschaft, kurz EADV (European Academy of Dermatology and Venereology), ist die wissenschaftliche Vereinigung der Hautärzte Europas. Im Rahmen der 30. Jahrestagung im Herbst 2021 informierte die Gesellschaft über neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Haut- und Geschlechtskrankheiten. Eines der spannenden Highlights waren neue Forschungsergebnisse zur Mikrobiomforschung im Zusammenhang mit der atopischen Dermatitis.

4LIFECHANGERS TV-BEITRÄGE

RUND UM DIE ATOPISCHE DERMATITIS

Als Teil der 4LIFECHANGER #mehrvomleben Initiative von ProSiebenSat1PULS4 werden während des Monats der Hautgesundheit im Mai 2021 drei TV-Beiträge ausgestrahlt. Expert:innen und Betroffene berichten dabei über ihr Leben mit atopischer Dermatitis, wie es ihnen damit geht und welche Behandlung ihr ganz persönlicher Lifechanger war.

Lassen Sie sich von den Lifechangerinnen und Lifechangern inspirieren. Sie gehen mit positivem Beispiel voran, geben Mut und motivieren zu einem gesunden Lebensstil. Hier finden Sie die Sendetermine:

  • 04. Mai 2021 – Lifechanger der Woche
  • 11. Mai 2021 – Innovation der Woche
  • 18. Mai 2021 – Lifechanger4Kids

ICH BEKOMME EIN BABY!

MUSS ICH MEIN BIOLOGIKUM ABSETZEN?

Patient:innen mit schwerer atopischer Dermatitis werden von Juckreiz, Hautentzündungen mit Schmerzen und Schlaflosigkeit gequält und die Lebensqualität leidet stark.

Hände auf Babybauch
Kinderleiden Atopische Dermatitis

LEBENSQUALITÄT BEI ATOPISCHER DERMATITIS

VOR ALLEM KINDER LEIDEN SEHR

Die atopische Dermatitis ist die häufigste chronisch entzündliche Hauterkrankung, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen betrifft. Sie verläuft gerne in Schüben, und meist in milder bis gemäßigter Ausprägung. Während sie sich bei Säuglingen meist im Gesicht, an den Streckseiten der Extremitäten und am Rumpf manifestiert, sind die Ekzeme bei Erwachsenen typischerweise an den Händen, an Kopf und Hals und in den großen Beugen verteilt, erklärt die Dermatologin OA Dr. Christine Bangert von der Dermatologischen Universitätsklinik am AKH Wien.

TRIGGER BEI ATOPISCHER DERMATITIS

EIN FALLBERICHT

Ein männlicher Patient, A.S., 25 Jahre alt, schlank, sportlicher Typ, kam vor etwa zwei Jahren, im Winter 2019 wegen atopischer Dermatitis in die dermatologische Praxis von Dr. Neuhofer. Der Patient gab an, seit der frühesten Kindheit an Neurodermitis zu leiden. Herr S. berichtete weiters, dass er seit der Kindheit an Heuschnupfen leide und vor allem im Frühling stark in seinen Aktivitäten beeinträchtigt sei.

Achselhöhle mit Schweissfleck
Atopische Dermatitis

UND SIND SIE WIRKLICH SICHER?

SICHERHEIT BEI ATOPISCHER DERMATITIS

Innovationen im pharmazeutischen Werkzeugkoffer bedeuten oft Meilensteine in der Behandlung vieler Patienten. Im besten Fall tragen sie zur Verbesserung der Lebensqualität bei und lindern Leid und Ausgrenzung. Gerade bei der atopischen Dermatitis gab es lange Zeit keinen wirklichen Quantensprung in den Behandlungsmöglichkeiten. Das hat sich geändert.

DANKE FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG

SANOFI

Der Themenschwerpunkt 2022 – atopische Dermatitis – wird unterstützt von Sanofi. Weitere Informationen zur atopischen Dermatitis finden Sie auf der Sanofi Website sowie auf hautinfo.at.